Moonwalk für die Masse

Von support · · 2026/Nov-Dez
© APA-Images / AP / Zhu Zhenqiang

Die Landschaft von Ulanqab erinnert an ferne Planeten: Über eine weite Graslandschaft im Zentrum des Autonomen Gebiets Innere Mongolei im Norden der Volksrepublik China ragen auf einer Fläche von rund 65 Quadratkilometern 30 erloschene Vulkane empor. Mit einem Alter zwischen 10.000 und 120.000 Jahren zählen sie zu den jüngsten des gesamten Mongolischen Plateaus. Die längste Zeit war es ruhig hier. Das Weideland gehörte vorwiegend lokalen Dorfgemeinschaften, in denen nur noch wenige Menschen verblieben waren. Viele Junge waren in die Städte abgewandert. Zeitweise wurde an einigen Vulkanen industriell Vulkangestein abgebaut, bevor das Gebiet unter Schutz gestellt wurde.

2020 entdeckten Reisende den Ort als Kulisse für Kurzvideos. Sie posierten in Raumanzügen und gingen auf Plattformen wie Douyin und TikTok viral. Seither folgen dem Trend Millionen Menschen. Vor drei Jahren wurde der Park offiziell zur Touristenattraktion erklärt und mit Treppen, Parkplätzen und einem Shuttle-Service ausgestattet. Die Folgen: Übertourismus, Umweltzerstörung und die Verdrängung traditioneller Lebensweisen der Hirtenfamilien.

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Durch den Social-Media-Hype und die Anbindung per Hochgeschwindigkeitszug von Peking aus haben sich die Besucher:innenzahlen in den letzten Jahren vervielfacht.

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Viele Hirtenfamilien verdienen sich nun ihren Lebensunterhalt mit dem Verleih von Astronautenanzügen, mit Jurtencamps und Gastronomie

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Highlights für die Besucher:innen: die Vulkane Nummer 3, 5 und 6. Vulkan Nummer 3 verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur.

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Nicht auf dem Mond, nicht auf dem Mars: Die Auswirkungen des Massentourismus in China sind beträchtlich.

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